TurniersaalAm 6. und 7. Juni 2026 erlebte Glauchau ein besonderes Schachevent. Nach der erfolgreichen Durchführung des 5. Sachsenlandopens im Jubiläumsjahr 2023 und der Vereinigung mit dem traditionellen Chemnitzer Turmopen in 2025 war das nächste Turnier für das Jahr 2027 geplant. Doch bestärkt durch die zahlreichen positiven Feedbacks suchten wir ein verkürztes Format für die Jahre dazwischen.

Und gemeinsam mit dem Förderverein Rochade Chemnitz und der Stadt Glauchau haben wir ein Format gefunden, was noch dazu in einem ganz besonderen Ambiente stattfinden kann. Ein Schnellschach-Open über zwei Tage und sieben Runden in den wunderschönen Räumlichkeiten des Weißen Gewölbes im Schloss Forderglauchau. Kein einfaches Rapid-Open sollte es sein, wir haben uns an die Organisation eines Chess960-Turniers gewagt. Das Turnier wurde zudem als Sachseneinzelmeisterschaft der Frauen und Männer ausgeschrieben. Gespielt wurden sieben Runden im Bedenkzeitmodus 25 Minuten mit 10 Sekunden Bonus ab dem 1. Zug.

Zu Turnierbeginn konnten wir 28 Teilnehmer aus vier verschiedenen Nationen begrüßen, die sich dem Wettkampf mit den ungewohnten Ausgangsstellungen stellten. Zu ihnen gehörten auch drei Titelträger, angeführt von GM Mathias Womacka, dem Sieger des Opens von 2025. Ein in der Szene prominenter Teilnehmer ist FIDE-Meister Dr. Ulrich Zenker. Er ist Vorsitzender der Deutschen Schachstiftung 960 und einer der Vorreiter dieser immer beliebter werdenden Schachvariante in Deutschland.

Das Turnier startete pünktlich mit der Eröffnung durch den Turnierleiter und Hauptschiedsrichter André Martin sowie einer kleinen Regelkunde durch Ulrich Zenker. Das Schiedsgericht bildeten die Schachfreunde Jens Becher, Ulrich Zenker und Marcel Krüger. Eingreifen mussten sie nicht, was von der Fairness und Sportlichkeit aller Teilnehmer zeugt. Spannender Höhepunkt vor den Runden war die Ermittlung der Ausgangsstellung. Dazu verwendete André Martin ein randomisiertes Verfahren, welches die Stellungnummer und Grundaufstellung der Schwerfiguren abbildete.

Nach gespielten sieben Runden gab es ein knappes Endergebnis. Der Setzlistenerste und Topfavorit Womacka verlor in der 4. Runde gegen Anne Czäczine. Diese wiederum hatte in der 6. Runde das Nachsehen gegen den Ukrainer Hryhoriy Kruts. Am Ende waren es auch diese drei, die auf den Podesträngen einkamen. Mathias Womacka gewann schließlich das Turnier mit einem Vorsprung von einem halben Punkt Buchholz vor Hryhoriy Kruts. Sachsenmeister wurden damit Mathias Womacka bei den Herren und Anne Czäczine bei den Damen. Daneben waren noch zahlreiche Kategorienpreise ausgelobt.

Gesamtsieger und Sachsenmeister GM Mathias WomackaHryhoriy KrutsPlatz 3 und Sachsenmeisterin Anne Czaczine

 

 

 

 

 

Alle Teilnehmer erlebten zwei Tage lang diese überaus faszinierende Version des Schachspiels in angenehmer und die Kreativität fördernder Atmosphäre. Turniersieger Mathias Womacka lobte in seiner Siegeransprache Organisation und Spielbedingungen. Unser Dank geht an die Förderer und Unterstützer, die ein solches Turnier erst möglich machen. Allen voran der Förderverein Rochade Chemnitz um Dr. Günter Schmidt, der auch selbst zur Eröffnung und Siegerehrung mit anwesend war. Des Weiteren danken wir der Stadt Glauchau, die uns zu günstigen Konditionen bestmögliche Spielbedingungen geboten hat. Und nicht zuletzt sind da vor allem auch die Helferinnen und Helfer vor Ort, die für eine reibungslose Organisation und das leibliche Wohl gesorgt haben.

Nächstes Jahr ist wieder ein großes Open mit klassischem Schach und langer Bedenkzeit geplant. Auch der Termin steht schon fest. Gespielt wird traditionell am Himmelfahrtswochenende vom 6. bis 9. Mai 2027 im Beruflichen Schulzentrum Dr. Friedrich Dittes in Glauchau.

Turnierseite mit allen Ergebnissen:
Turmopen - Schach 960 mit Sachseneinzelmeisterschaft - ChessManager

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