Familienschach

Die Dresdner Senioren gaben den Ton an

 
Zum 2. Dresdner Doppel trafen sich beim Dresdner Schachfrühling 60 Teilnehmer, die in 30 Mannschaften in 5 Kategorien um die Siegtrophäen von Glasfoto.com kämpften. Besonders herzlich begrüßt wurden Teilnehmer der Lebenshilfe Plauen, für die der Besuch Dresdens schon ein besonderes Erlebnis war und des Burgstädter SV 1878, der im Rahmen seiner 1. Burgstädter Schachwoche für Kinder einen Schachausflug unternahmen und mit sich mit 6 Mannschaften anmeldeten. Den Weg nach Dresden fanden auch ...
... Teilnehmer aus Rodewisch (Mutter Kerstin Schmieder von den Rodewischer Schachmiezen kam mit ihrem Sohn), Hoyerswerda, Altenberg, Priestewitz, Siebenlehn und Großröhrsdorf, dessen Schachverein im Mai sein 100-jähriges Bestehen feiern wird.

Andr_Fischer_Nico_Gnther_aus_Burgstdt


An dem 2. Dresdner Doppel beteiligten sich 8 Familien-, 6 Behinderten- und 6 Seniorenmannschaften sowie 8 Ausbildungsteams, in denen Trainer mit ihren Schachschülern antraten sowie 2 Freundschaftsteams, in denen sich zwei Freunde in der Altersklasse U18 als Mannschaft formierten.


Die Dresdner Senioren ließen sich von der auswärtigen Konkurrenz nicht die Butter vom Brot nehmen. Mit 12 Punkten behauptete sich das Leuben/Striesener Seniorenteam Günter Weidlich/Rainer Siegmund vor dem SV Lok-Duo Jahja Eskandary/Wolfgang Tichatschke, die auf 11 Punkte verweisen konnten. Auch auf den Plätzen 3 bis 4 waren Senioren am Erfolg maßgeblich beteiligt.

 

Kahn_Vogel_gegen_Krabbe_KrauseDresdner_Doppel_Rollstuhlfahrer


Peter Kahn vom Siebenlehner SV trat mit dem hoffnungsvollen Jugendlichen Roven Vogel als Ausbildungsteam an und Dr. Matthias Rudolf (Grün-Weiß Dresden) mit seinem Sohn Thomas als Familienmannschaft. Und auf dem 5. Platz platzierte sich mit Wolfgang Lenk/Prof. Hans-Görg Roos von der USV TU Dresden wieder eine Seniorenmannschaft. Das Geschehen auf den Schachbrettern war mehr als dramatisch, denn es ging ja um gute Platzierungen in 5 Wertungen. Und das ist ja gerade das Interessante an der Sache. Es geht hier nicht nur um die Plätze 1 – 3, wo die Profis drei Geldpreise einstecken. Nein, hier ist alles anders. Hier kann man mit einem 16. Platz noch Zweiter bei den Behinderten werden.
Dresdner_Doppel_Rodewisch

Im Turnier wurde an allen Brettern um die Verbesserung der Tabellenplätze gekämpft. Bei den „Profis“ vorne zählen ja nur die Spitzenplätze. Dort hatte sich nach der 4. Runde das Feld eingepegelt: Die Senioren Weidlich/Siegmund führten mit 8 Punkten, den Senioren Eskandary/Tichatschke und der Familie Rudolf mit je 7 Punkten und den Senioren Lenk/Roos mit 6 Punkten. Weidlich/Siegmund hatten bis dahin noch keinen Punkt abgegeben, mussten jedoch jetzt von den Lok-Senioren Eskandary/Tichatschke eine 0:2-Klatsche einstecken. Familie Rudolf und die Senioren Lenk/Roos trennten sich jeweils 1 : 1, so dass man schon an eine Vorentscheidung glaubte.


In der Vorschlussrunde holten Weidlich/Siegmund durch ein 2 : 0 gegen Leisering/Gulbis wieder auf, weil der Spitzenreiter sich mit der Familie Rudolf remis trennte. Also musste

die letzte Runde die Entscheidung bringen.


Während die Lok-Senioren gegen das Ausbildungsteam Graul/Thamm ihren Kampf mit einem 1:1 bereits beendet und Senior Weidlich am Spitzenbrett gegen Dr. Rudolf schon seinen Punkt geholt hatte, hätte Siegmund am 2. Brett gegen Thomas Rudolf eigentlich ein Remis zum Gesamtsieg gereicht. Er hatte ja auch noch 3 Minuten dazu Zeit, um das Dame/Turm-Endspiel zu gewinnen. Aber die Zeit rann dahin, weil sich Thomas immer wieder verstecken konnte. Jetzt hatte jeder noch 5 Sekunden, dann 4, 3, …….. Und dann stand an der Digitaluhr zuerst bei Siegmund die Null. Thomas wies mündlich darauf hin, aber kurz darauf leuchtete auf seiner Uhr ebenfalls die Null.

 

Natürlich gab es Streit, denn alle Zuschauer, inclusive alle Spieler, haben gesehen, dass die Uhr bei Reiner Siegmund zuerst abgelaufen war. Und jeder war der Meinung, dass es keine Schande gewesen wäre, seinem rollstuhlbehinderten Kontrahenten zum Sieg zu gratulieren. Nur Günter Weidlich hatte etwas dagegen und erklärte wortgewaltig die Spielregeln der FIDE.

 

Und dem Schiedsrichter blieb nichts andres übrig, diese Partie zum Remis zu erklären. Das war zwar regelgerecht, aber für die Zuschauer trotzdem unbegreiflich. Übrigens - auch bei einem 1:1 hätte es für die Streithammel noch zum Turniersieg gereicht.

 

2._Dresdner_Doppel_RudolphDresdner_Doppel_Freundschaftsteam

 

 

Gesamtergebnis

WeidlichSiegmund 12 Punkte
Eskandary/Tichatschke 11 Punkte
Kahn/Vogel 10 Punkte
Rudolph   9 Punkte
Lenk/Roos   9 Punkte
Kesik   9 Punkte
Graul/Thamm   9 Punkte
Leisering/Gulbis   9 Punkte
Krause/Krabbe   9 Punkte
Böttger/Pührer   9 Punkte

 

So ergab sich folgender Endstand.

 

Dresdner_Doppel_2011_Sieger

 

 

 

 

 

 

 

In den einzelnen Kategorien platzierten sich:

 

Familienmeisterschaft

  1. Vater und Sohn Dr. Matthias und Thomas Rudolf (Grün-Weiß Dresden)
  2. Vater und Sohn Klaus-Dieter und Marco Kesik (SC Hoyerswerda/Blau-Gelb Hosena)
  3. Vater und Sohn Dr. Eckhart Leisering und Ojars Gulbis (SV Lokomotive Dresden)
  4. Vater und Sohn Alexander und David Rosenfeld (SV Bannewitz/USV TU Dresden)
  5. Geschwister Jürgen und Bernd Kluge (SK Heidenau)
  6. Vater und Sven und Louis Rössel (vereinslos)
  7. Mutter und Sohn Kerstin Schmieder/Richard Müller (Rodewischer Schachmiezen/ESV Nickelhütte Aue)
  8. Geschwister Friedrich und Richard Riedel (Burgstädter SV)
Behindertenteam
  1. Stefan Krause/Wolfgang Krabbe (Gehörlosenschachverein Dresden)
  2. Helmut Alter/Konrad Zanger (SV Lokomotive Dresden)
  3. Alexander Bormann/Jürgen Förster (SV Lokomotive Dresden)
  4. Wolfgang Jäckel/Achim Schneider (Lebenshilfe Plauen)
  5. Jürgen Papperitz/Wilfrid Zickert (Gehörlosenschachverein Dresden)
  6. Majo Wolf/Mendy Rauh (Lebenshilfe Plauen)
Seniorenteam
  1. Wolfgang Lenk/ Prof Hans-Görg Roos (USV TU Dresden)
  2. Gerd Hauswald/Herbert Weiß (SK Heidenau)
  3. Peter Hofmann/Hans-Winfrid Krämer (SV Dresden Striesen/vereinslos)
  4. Reinhard Hänichen/Gert Thierfelder (Siebenlehner SV)
Ausbildungsteam (Trainer mit U 18)
  1. Peter Kahn/Roven Vogel (Siebenlehner SV)
  2. Matthias Graul/Merlin Jannes Thamm (SC Großröhrsdorf/USV TU Dresden)
  3. Lukas Böttger/Anne Pührer (TuS Coswig)
  4. Hans-Ulrich Döring/Elias Fischer (Eiche Reichenbrand/Burgstädter SV)
  5. Uwe Lehmann/Daniel Schmidt (Traktor Priestewitz)
  6. Harald Adam/Colin Zieger (Burgstädter SV)
  7. André Fischer/Niklas Zieger Burgstädter SV
  8. Tom Waberseck/Florian Günther (Burgstädter SV)
Freundschaftsteam (2 Jugendliche U 18)
  1. Christoph Bojarzin/ Lukas Ilte SSV Altenberg
  2. Karl Hübner Nico/Günther (Burgstädter SV)
Zum Schluss dankte der Turnierleiter dem Schiedsrichterkollektiv vom SK Heidenau, Erik Jeschke und Jenny Enderlein, für ihre Arbeit ebenso herzlich, wie auch Gunther Kaden vom SSV Altenberg, der den Ablauf des Turniers bereits mit viel Engagement mitgestaltet hat und die Turnierleitung des 3. Dresdner Doppels im nächsten Jahr übernehmen wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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