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Nachruf Dr. Michael Schmidt

 

thumb Dr. Michael SchmidtUnser Ehrenmitglied Dr. Michael Schmidt verstarb am 21.August 2016 im 72.Lebensjahr nach langer Leidenszeit und einer Lungenentzündung im Krankenhaus Potsdam. Mit ihm verlieren wir ein langjähriges Mitglied, hervorragenden Schachspieler, engagierten Funktionär und streitbaren Geist.

In seinem langen Schachleben hat er sich viele Verdienste erworben. Hervorzuheben sind hier seine Tätigkeit als Präsident des Schachverbandes der DDR 1990 DSV und die Gestaltung der Vereinigung mit dem Deutschen Schachbund auf dem Wiedervereinigungskongress im September 1990 in Leipzig mit seiner anschließenden Tätigkeit als Vizepräsident des DSB bis 1993. Ebenfalls initiierte er die Durchführung der Schacholympiade 2008 in Dresden. In seinem Kampf um die Anerkennung des Schachs in der DDR organisierte Dr. Michael Schmidt 1988 den Spezialkurs „Bedeutung des Schachs“ an der Technischen Universität in Dresden mit dem damaligen FIDE-Präsidenten Florencio Campomanes u.a. hochrangigen Gästen. Ebenfalls organisierte er den Städtevergleich Hamburg - Dresden, der im selben Jahr stattfand.

Zu seinen größten sportlichen Erfolgen gehörten zweifellos sein Sieg 1982 im Finale der Schnellschachmeisterschaften der DDR mit sieben aus sieben Punkten, ein Sieg und ein zweiter Platz bei den Studentenmeisterschaften im Schach der DDR, bei denen er in den Jahren 1967 bis 1969 teilnahm und seine Aktivitäten als Organisator und Spieler bei der Mannschaftsweltmeisterschaft der Studenten 1969 in Dresden. Hierzu gehört ebenfalls die Erlangung des Meistertitels des DSV. Dazu war eine Nationale Wertzahl von mindesten 2.300 erforderlich.

Von 1982 bis 1986 war Dr. Michael Schmidt am „Internationalen Management-Institut“ in Moskau tätig. Dort konnte er viele persönliche Kontakte zu Schach-Größen wie Juri Awerbach, Wassili Smyslow, Igor Botwinnik, Mikhail Tal, Anatoli Karpow, Alexandra Kostenjuk, Maja Tschiburdanidse oder zu Schach-Autoren und –journalisten wie Isaak und Wladimir Linder, Alexander Roschal, Garri Gasparjanz, Anatoli Mazukewitsch u.v.a. knüpfen. Er übersetzte Schachbücher wie „Faszinierendes Schach“ von Wladimir Linder und „Stellungsbeurteilung und Plan“ von Anatoli Karpow und Anatoli Mazukewitsch ins Deutsche. Dazu kam eine umfangreiche publizistische Tätigkeit die zu einer Anerkennung als Fide – Journalist führte.

Mit ihm haben wir einen begeisterten und begeisternden Schachspieler verloren.

Zuletzt aktualisiert: 04. September 2016
 

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